E wie echte Nylons
Bis in die 30er Jahre wurden Damenstrümpfe für gehobene Ansprüche aus echter Seide gefertig. Diese edlen Strümpfe konnten sich aber nur gut betuchte Damen der Gesellschaft leisten. Das änderte sich aber mit der Erfindung der Kunstfaser Nylon, welche auch industiell gefertigt werden konnten. Trotzdem blieben die hauchzarten Nylons in den 50ern fast unerschwinglich.
Bevor das Poliamid (Nylon), welches als extrem reisfest und leicht wasch-und trockenbar galt, als zarte Strümpfe an das Frauenbein kam, verging seit der Erfindung noch einige Zeit. Als ausgereifte Neuentwicklung stellte DuPont im Jahre 1938 diese auf Kohlenstoff basierende echte vollsynthetische Faser der Öffentlichkeit vor.
Schnell wurde klar, dass diese Faser zur Herstellung von Unterwäsche und Strümpfen bestens geeignet war. So fanden die ersten Testverkäufe echter Nylons bereit Ende 1939 statt, welche ein voller Erfolg waren. Waren die ersten Nylons noch weit vom feinen Beinkleid entfernt, hatten sie doch eine Garnstärke von bis zu 70den, reifte die Entwicklung schnell vorran. So fand man Anfang der 50er den feinen Damenstrumpf in hauchzarten 10den in den Unterwäscheläden und Kaufhäusern vor. Spätestens jetzt konnte sich jede Frau dieses erotische Beinkleid aus Nylon leisten. Ende der 50er wurde es dann auch möglich, Strümpfe ohne die Naht zu fertigen.
Echte Nylons erkennt man heutzutage daran, dass sie, im Gegensatz zu modernen Strümpfen oder Strumpfhosen, sich kaum dehnen lassen, da sie nicht mit Elasthan oder Lycra veredelt sind. Aus diesem Grund werfen echte Nylons auch die kleinen Falten, welche bei Nostalgikern und echten Fans von Vintage-Miedern und Nylons so beliebt sind.
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