F wie Fleece
Der Begriff Fleece kommt aus dem englischen Sprachraum und bedeutet so viel wie Flausch oder (im textilen Bereich) Webpelz.
Ende der 70er Jahre wurde diese Stoffart, erfunden von einer amerikanischen Firma, erstmals der Öffentlichkeit präsentiert und erfreut sich seit dem wachsender Beliebtheit in der textilverarbeitenden Industie.
Im Gegensatz zu anderen Geweben besteht Fleece nicht aus natürlichen Rohstoffen wie zum Beispiel Baumwolle sondern aus Polyester. Diese Chemiefaser wird bereits seit langem erfolgreich bei der Herstellung unter anderem von Damenuterwäsche oder Glanzsatin verwendet. Dort allerdings als Gewebe. Bei Fleece hingegen handelt es sich um sogenannte synthetische Maschenware. Hierbei werden die Polyester-Fasern nicht im klassischen Sinne verwoben sondern als Maschen verschtrickt, also viele Schlaufen dicht an dicht (wie man es zum Beispiel von Auslegware oder Teppichen kennt). Diese Schlaufen werden in einem sich anschließenden Arbeitsschritt geöffnet und angerauht. Dichtheit sowie Länge der nun offenen Enden bestimmen Qualität und letztendlich die weitere Verwendung.
Durch die so entstandene Struktur dieser Art von Wolle wird eine sehr hohe Oberfläche erzeugt die wiederum sehr viel Luft einschließt. Diese ist wiederum ein Garant für eine hohe wärmeisolierende Wirkung, ähnlich wie bei Naturwolle wie zum beispiel Angora. Aus diesen Gründen wird Fleece (ausgesprochen "Vlies") hauptsächlich für Bekleidung eingesetzt, welche warm halten soll, also Oberbekleidung wie Jacken, Hosen oder Hemden. Dadurch, das Polyester eine reine Kunstfaser ist, sind Kleidungsstücke aus dieser synthetischen Wolle für Tierhaarallergiker geeignet. Im Bereich Damenunterwäsche ist der Einsatz von Fleece eher selten, und wenn dann meistens für Gesundheits-Miederwäsche.
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