Dessous-Lexikon

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N wie Nahtnylons

....der "Evergreen" der Erotik

Bild hautfarbenen Nahtnylons mit schwarzer naht "Ein besserer Faden für ein besseres Leben" - mit diesem Werbeslogan feierte die Firma Du Pont 1938 die Errungenschaft dieses neuen Nylongarns. Ein Jahr später ging in den USA die erste industrielle Produktionsstätte für die begehrten transparenten Nahtstrümpfe an den Start (die Herstellung von Nylonstrümpfen ohne Naht war damals noch nicht möglich und begann erst nach Entwicklung der Rundstrickmaschinen). Ein Testverkauf von 4000 Nylon-Nahtstrümpfen fand bei den Frauen reißenden Absatz. Dieser Erfolg gab dem Unternehmen marketingstrategisch Recht, sodass im Jahr 1940 die offizielle Markteinführung der Nylonstrümpfe erfolgte.
Vorab kündigte eine groß inszenierte Marketingkampagne den amerikanischen Verkaufsstart am 15.05.1940 an. Für die Markteinführung wurden zwei Millionen Exemplare der Nylonstrümpfe vorproduziert. Ein Paar dieser Strümpfe kosteten etwa 250 USD, was in damaligen Zeiten ein halbes Vermögen darstellte. Doch diese zwei Millionen Nahtnylons waren innerhalb von nur vier Tagen ausverkauft.
Bis zum Kriegseintritt feierten die Nahtnylons in den USA ihren Triumph und verbreitete sich flächendeckend. Durch die maschinelle Herstellung wurden sie nun auch für die Allgemeinheit halbwegs erschwinglich. Jede Frau wollte sie haben. So einige Damen imitierten die raren "seamed Nylon-Stockings" indem sie sich mit einem Stift einfach die Naht auf die Beine zeichneten.
Was für ein ungeahnter Strumpf-Boom!
Es gibt kaum sogenannte PinUp-Bilder aus dieser Zeit, welche nicht eine Schönheit in Nahtnylons und Strumpfhalter zeigt. Während der Kriegszeit wurden jedoch die Nylongarne für Militärzwecke benötigt. Statt der Strümpfe wurden nun daraus Zelte, Seile und Fallschirme für die Armee hergestellt.
Doch diese Produktionsunterbrechung hat dem Image des Nylonstrumpfes keinen Schaden zugefügt. Nach Ende des Krieges währte der Erfolg der Strümpfe unentwegt fort. Besonders im vom Krieg gebeutelten Deutschland, wo es bis dato so etwas kaum gab, blühte der Handel mit den feinen Damenstrümpfen. Die dort stationierten GIs führten sie in Massen ein und begeisterten damit so einige Damen.
Typisch für echte Nahtnylons ist, wie der Name schon sagt, die Naht, welche sich von der Ferse bis zum oberen Strumpfabschluss zieht. Produktionsbedingt entsteht beim Nähen dieser Naht das sogenannte Abschlussloch am oberen Rand der Strümpfe. Sollte dieses Loch im Strumpf-Doppelrand trotz Naht nicht vorhanden sein, handelt es sich auch nicht um echte Nahtnylons sondern um Damenstrümpfe mit einer sogenannten Ziernaht. Meistens sind das modernere Strümpfe, welche der Trägering das Feeling der 60er verleihem soll. Im Gegensatz zu den echten Nylons sind diese Strapsstrümpfe auch dehnbar.
Echte Nahtnylons gibt es mit unterschiedlichsten Fersenformen. Die bekanntesten sind "Point heel" (spitz zulaufend) und "Cuban-Heel" (eckige Hochferse). Es gibt weltweit nur noch wenige Hersteller von echte Nahtnylons, da der Betrieb und Erhalt der echten Cotton-Maschinen kostenintensiv ist.
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