P wie Pin-Up

Pin-up Model Nylons Straps unter wehendem Rock Pin ist das englische Wort für Stecknadel oder Reißzwecke.
Ein Pin-up heftet sich der Besitzer an die Wand, eine Tür oder auch verborgen in einen Schrank - so zum Beispiel ein Soldat in seinen Spind. Es existiert als kleines Plakat oder als ausfaltbare Bildbeilage in einer Zeitschrift - dem Centerfold.
Eine weitere Erscheinungsform ist der Kalender - berühmt wurde der Pirelli-Pinup-Kalender, der nicht nur wegen seiner limitierten Zuteilung besonders begehrt ist.
Ein Pin-up zeigt fast immer eine junge Frau, das Pinup-Girl, gern in einer erotischen Pose, jedoch in seiner klassischen Form ohne pornografischen Ansatz, meist spärlich bekleidet mit Straps und Nylons oder im Negligee bzw. Babydoll. Pinups wollen gefallen, sind gern ein wenig frivol und spielen mit der Fantasie des Betrachters, ähnlich der Burlesque. Die jungen Frauen sind wie erwähnt meistens nur leicht bekleidet und werden gern in romantischen, erzählenden oder gelegentlich patriotischen Szenen gezeigt. Gelegentlich geschieht ihnen gerade ein kleines Missgeschick, das einen kleinen Einblick in sonst verborgene Bereiche erlaubt, aber nie alles offenbart. Mal weht ein Rock hoch und lässt Strumpfhalter und Nahtnylons durchblicken oder ein Träger vom Büstenhalter ist verrutscht, doch völlige Nacktheit ist sehr selten. Zum einen liegt das an Zensurbeschränkungen, zum anderen an einer besseren Vermarktungsmöglichkeit. Mit vergleichsweise harmloser Erotik sollen breitere Bevölkerungskreise angesprochen werden.
Die Darstellungstechnik der Pin-ups ist Malerei: vorwiegend in Öl, gelegentlich in Pastell oder Gouache. Es handelt sich häufig um Auftragsarbeiten angestellter Künstler, die sich in der Bildgestaltung nach ihren Auftraggebern richten (z.Bsp. zeigen Verpackungen von Nylon-oder Perlonstrümpfen aus den 40er und 50er Jahren Pinup-ähnliche Darstellungen).
Pin-ups gelten als Alltagskunst und traten in ihrer bekannten Form zuerst in den 1920er Jahren auf. Geblieben ist aus dieser Zeit die Art der Damenunterwäsche wie die Mieder und Strapse, auch als Vintage-Lingerie bezeichnet.
Eine Sonderform der Pin-ups wurde auch in Kriegen zur Motivation des Militärs herausgegeben sowie als "Nose Art", eine an Pin-ups orientierte Flugzeugbemalung im Vorderbereich. Die jeweilige Flugzeugbesatzung trug dazu oft noch dieses Pin-up im Rückenbereich ihrer Fliegerjacken.
Angelehnt an die Art der Damenunterwäsche und Dessous aus der Blütezeit dieser Zeichnungen, bezeichnet man klassische Damenunterwäsche wie Tanzgürtel und Nylonstrümpfe im Stil der 40er und 50er Jahre auch als Pinup-Lingerie, Pinup-Clothes oder Pinup-Fashion.

Weiter Begriffe beginnend mit dem Buchstaben P:

· Perlon    · Panty    · Point heel    · Polyester