R wie Rüsche
Die Rüsche wurde bereits in der Zeit der Renaissance als Applikation für Kleider, sowohl für Damen als auch für Herren, entworfen. Besonders wohlhabende Bevölkerungsschichten drückten durch solchen exklusiven Besatz auf Überkleidern sowie auf Unterwäsche ihren Reichtum und Wohlstand aus.
Nicht selten waren Rüschenbordüren aus edlen Stoffen wie Seide oder Brokat.
Die eigentliche Fertigung ist nicht sonderlich aufwendig. Durch einen Stoffstreifen (welcher vorher ungefähr die dreifache Länge der zu fertigenden Rüsche hat) wird ein Faden gezogen. Auf diesem Faden wird der Stoff zusammengeschoben bzw. in Falten gerafft. Ist diese Raffung gleichmäßig wird sie mit einer weiteren Naht fixiert.
So entstanden im Laufe der Zeit unterschiedlichste Formen der Rüsche und fanden sowohl bei der Oberbekleidung, Bettwäsche und Dekor-Stoffen als auch bei Damenunterwäsche oder Dessous Anwendung.
Je nach Modetrend werden mehr oder weniger Applikationen dieser Art verwendet.
In den 60er Jahren zum Beispiel wurden damals moderne Babydolls oft mit Rüschen und Spitze verziert angeboten. Unvergessen auch die Rüschenschlüpfer aus dieser Zeit!
Heute sind Modetrends extrem weit gefächert und Verzierungen mit Rüschen (aus Kostengründen heutzutage eher aus Nylon oder Polyester gefertigt) findet man in unterschiedlichsten Bereichen. Zu erwähnen sei hierbei neben dem Romantik-Look und Burlesque zum Beispiel auch der Gothik-Style. Hier werden oft schwarze Rüschen auf schwarzem Satin an Strumpfhaltern, Miedern oder anderen Dessous getragen.
Im Fetisch-Bereich oder bei Reizwäsche findet man ebenfalls Rüschen an Slips, Bloomers oder am obligatorischen Strumpfband.
Weiter Begriffe beginnend mit dem Buchstaben R:
· Reizwäsche
· RHT