St wie Strumpfband
Das Strumpfband, wie es heute gefertigt wird, kennen die meisten Leute vornehmlich als Accessoir bei Hochzeiten (natürlich getragen von der Braut), wo es für allerlei Spielereien und althergebrachten Ritualen benutzt wird oder aber als Untensil bei Reizwäsche.
Zur Geschichte: Strumpfbänder wurden bereits seit dem sechzehnten Jahrhunder sowohl von Frauen als auch von Männern benutzt um die damals hauptsächlich aus Leinen gefertigten Strümpfe am herunterrutschen zu hindern. Befestigt wurden sie entprechend der Strumpflänge unter dem Knie, über dem Knie oder wie man es heute kennt am Oberschenkel kurz unter dem Gesäß.
Da dehnbare Chemiefasern damals noch nicht bekannt waren wurde das Strumpfband meistens doppelt um das Bein geschlungen und mit einem Knoten oder einer Schleife geschlossen. So hielt der Strumpf, zwischen Bein und Strumpfband eingeschnürt, an der entsprechenden Stelle. Später wurden dann auch Schnallen und Schließen erdacht, um das lässtige verknoten beim umbinden zu vermeiden bzw. überflüssig zu machen.
Entsprechend der Mode und dem gesellschaftlichen Stand der Dame gab es sehr einfache Bänder, welche eher einem einfachen Fetzen Stoff ähnelten und natürlich hochwertige, gefertigt aus edlen Materialien wie Brokat oder Seide, bestickt oder mit Spitze verziert in allen erdenklichen Farbvariationen.
Heutzutage werden Strumpfbänder eigentlich (ausser zu oben genannten Zwecken oder Anlässen) kaum noch als Bestandteil der Damenunterwäsche genutzt. Traditionelle Nylonstrümpfe werden mit Strumpfhaltern getragen und die in Mode gekommenen halterlosen Strümpfe halten am Bein mittels am inneren Strumpfrand aufgetragener Silikonschicht. Die Feinstrumpfhose tat ihr übriges beim totalen Verdrängen des Strumpfbandes aus der Damenmode.
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