Mieder Definition

Mieder Ein Mieder ist ein den Oberkörper eng umschließendes, und damit formendes und stützendes Kleidungsstück, das je nach Kontext das Oberteil eines Kleides (Taille), ein versteiftes Kleidoberteil oder gar ein Korsett bezeichnet. Auch Männer tragen Miederwäsche aus gesundheitlichen Gründen. Mieder werden heute noch vereinzelt in Volkstrachten z.B. beim Dirndl und als Corsage getragen. Der Ursprung des Mieders geht auf die Renaissance etwa Anfang des 16. Jahrhunderts zurück. Das Mieder bzw. Korsett formte die Silhouette der Frau in Europa bis ins frühe 20. Jahrhundert, der jeweils vorherschenden Mode entsprechend.

Mieder im Wandel der Zeit

Mieder_vintage Mit der Ablösung des Korsetts entstanden die modernen Mieder und Hüfthalter, die eine größere Bewegungsfreiheit zulassen und trotzdem den Körper der Trägerin oder des Trägers formen. Neben dem Korselett und Hüfthalter entstanden der BH und der Hüfthalter sowie mit dem Aufkommen der Strumpfhose die Miederhose als eigenständige Kleidungsstücke. Der Hüfthalter wurde in den 1950er und 1960er Jahren von nahezu jeder Frau mit Nylons getragen. Heute sind diese nostalgischen Hüfthalter beliebtes Fetisch beim Damenwäscheträger.
Nach dem Schlabber-Look der 1970er Jahre sind Mieder heute wieder zunehmend auch bei jüngeren Frauen zu finden. Bedingt durch Filme und indem Modemacher die Idee des Mieders oder Hüfthalters aufgriffen, erlebt auch das Korsett eine Renaissance als Partykleidung. Vor allem junge Frauen entdecken für sich die erotische Ausstrahlung des Mieders und damit das betonte Einsetzen erotischer Reize. Medizinisch stellt das Mieder eine die Lendenwirbelsäule stützende elastische Bandage dar, die unterstützend bei der Behandlung von Rückenschmerzen eingesetzt wird.
Quelle: teilw. wikipedia.org